Beim Stichwort "britische Soulmusik" kommen fast immer zwei Namen wie aus der Pistole geschossen:
Joss Stone und
Amy Winehouse.
Alice Russell dagegen ist bis jetzt von der großen Chartsgemeinde relativ unbeachtet geblieben. Aber während ihre Kolleginnen gefühlte fünf Minuten gebraucht haben, um ganz nach oben zu kommen und zumindest teils schon lange persönliche Demontage betreiben, stützt sich Russell auf ausgedehnte Erfahrungen und ein festes berufliches Netzwerk. Schon früh tingelt sie nach einer klassischen Gesangsausbildung mit verschiedenen Bands durch die Gegend. Nach der Unterschrift bei
Tru Thoughts arbeitet sie dort mit vielen der gesignten Künstler zusammen wie
Quantic,
Nostalgia 77 oder
Alex "TM Juke" Cowan. Letzterer hat nun, auch nachdem
Alice Russell sich auf das eigene Label Little Poppet konzentriert, ihr viertes Soloalbum "Pot Of Gold" produziert. Am Sonntag wird sie als Kopf ihrer eigenen Band dem Yard Club in Köln einen Besuch abstatten.