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Unser Team meint
Totgesagte...ihr wisst schon. Hartnäckig halten sich seit Jahren Gerüchte über das baldige Ende des Undergrounds in Ehrenfeld. Dabei gibt es allem Anschein nach überhaupt keinen Grund zum Schließen. Jeden Freitag und Samstag ist der Club rappelvoll. Und in der Woche findet sich zu den regelmäßigen Veranstaltungen ein beharrlicher Grundstock an Gästen ein, mit denen die Geschäftsführer (a.k.a. Chefs im Königsblut, Hostel Weltempfänger und der Live Music Hall) sicherlich ihren Reibach machen. Nur der alte Charme stirbt, ganz langsam. Früher einmal war das Underground eine der ersten Adressen für alle, die es gerne schäbig, dunkel und abgerockt haben. Manchmal spürt man davon noch einen Hauch auf einzelnen Konzerten, die tendenziell eher zum Pogen als zum Kreischen einladen. In Sachen Party ver-Ding-t sich das "U" heute allerdings beinahe als typischer Studentenclub - zumal für lau und mit einigermaßen moderaten Getränkepreisen. Die zwei Räume "U1" und "U2" - plus Bar mit Kickern und Flipper - bieten in fast gemütlichem Ambiente inzwischen für absolut JEDEN Ausgehwilligen irgendwann irgendwas! Chillout, Alternativ, Rock und Elektronisches, Reggae, Hip Hop und Funk, Hardcore, Ska und samstags schließlich der kolossale Brei an Evergreens und Party-Knallern. Da stolpert man beizeiten schon einmal über jemanden, dessen Gangstergebärden man beim letzten, unvermeidbaren Gang über die Ringe schon mit einem Augenrollen quittiert hat. Andererseits empfiehlt sich das Underground im Sommer durch seinen wirklich schönen Biergarten auch einfach mal für ein Kölsch. Übrigens gerne morgens nach durchzechter Nacht für ein Letztes, wenn - geographisch nicht zu erklären - der Laden in der Vogelsanger Straße für alle plötzlich auf dem Nachhauseweg liegt. Wer es härter will, geht halt in den Sonic Ballroom, älter, ins Sixpack und wem es egal ist, der geht eben in den Venus Celler, aber das Underground bleibt eine Institution. Mit zunehmender Reife jedoch immer mehr hinter vorgehaltener Hand.
geschrieben von:
Birthe
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