Werther,
Köln
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Im hauseigenen Vorverkauf 15 €, ermäßigt 10 €/ AK 18 €, ermäßigt 12 € |
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Unser Team meint
Theaterstücke im Bauturmtheater zeichnen sich besonders durch das Schauspiel der Protagonisten aus. Wenige Bühnenrequisiten und eine kleine Bühne ermöglichen dem Zuschauer eine vertraute Atmosphäre. So auch in der Umsetzung von Goethes Briefroman Die Leiden des jungen Werther. Das Stück thematisiert die unerfüllte Liebe Werthers zu Lotte, einem Mädchen aus höheren Kreisen, die bereits mit Albert verlobt ist. Nachdem Werther erkannt hat, dass seine Liebe aussichtslos ist, nimmt er sich das Leben und beendet die unglückliche Liaison. Goethe zeigt damit den Verwirklichungsdrang Werthers auf, der aus seinen bürgerlichen Konventionen ausbrechen will, aber letztlich daran scheitert. Inszeniert durch Rüdiger Pape wird die Emotion des Stückes sowie die ernste Thematik von Arne Obermeyer, Katrin Schmieg und Kai Hufnagel gut umgesetzt. Die Dramatik wird in einer ergreifenden Darstellung stimmig aufgezeigt und der Zuschauer gefesselt. Eigens für das Theater im Bauturm hat Rüdiger Pape den Briefroman zu einer Theaterfassung umgeschrieben.
Event Infos
Werther fühlt sich zerrissen zwischen seinen eigenen Bedürfnissen und den gesellschaftlichen Verpflichtungen. Dem Wunsch seiner Mutter, er solle einen „anständigen“ Beruf ergreifen, mag er nicht entsprechen. Er liebäugelt damit, Künstler zu werden. So flieht er zunächst aufs Land, seinem „Paradies“, und beschäftigt sich mit der dortigen Landschaft und Natur.
Auf dem Weg zu einer Tanzveranstaltung lernt er Lotte kennen, die älteste Tochter eines fürstlichen Amtmannes. Werther verliebt sich auf den ersten Blick unsterblich in sie. Im Laufe des Abends kommt ein Gewitter auf und beide müssen in Anbetracht des Naturschauspiels sofort an das gleiche Gedicht denken, eine Ode von Kloppstock. Sie werden sich ihrer Seelenverwandtschaft bewusst. Die Folgezeit ist für Werther wie ein glücklicher Rausch, der jäh durch die Ankunft von Lottes Verlobtem Albert beendet wird. Trotz Alberts höflicher und freundlicher Art bleibt das Verhältnis zwischen Werther und ihm gespannt. Werther zieht sich zurück, denn seine Situation ist hoffnungslos. Er verlässt das Land und arbeitet eine Zeit lang bei einem Gesandten, doch schon bald erkennt er, dass er sich in „der feinen Gesellschaft“ nicht wohl fühlt. Vor allem aber kann er sich nicht von Lotte lösen. Er kehrt zu ihr zurück, doch sie hat bereits Albert geheiratet. Nicht im Traum würde es ihr einfallen, die bürgerlichen Konventionen zu verletzen und Albert zu verlassen. Werther begeht Selbstmord.
Goethe beschreibt in „ Die Leiden des jungen Werther“ einen jungen Mann, der nach Selbstverwirklichung sucht und an den engen Grenzen der starren Konventionen seiner Zeit scheitert.
Rüdiger Pape hat aus dem Briefroman von 1774 eine eigene Theaterfassung für das Theater im Bauturm erarbeitet.
Pressestimmen:
"Rüdiger Pape konzentriert sich in seiner Dramatisierung des Goethe`schen Briefromans auf die schicksalhafte Dreiecksbeziehung und verdichtet diese in der gut 85-minütigen Inszenierung mit symbolträchtigen Bildern und Effekten. [...] Eine - vor allem in der Titelrolle - gut gespielte und kurzweilige Aktualisierung, die den 235 Jahre alten Stoff zeitgemäß erscheinen lässt ohne anbiedernd zu sein." 24.04.09 Kölner Stadtanzeiger
"Es ist eine Studie über die Liebe, klar, aber auch eine über das Verstreichen von Zeit, über das Sich-Erinnern. [...] Lang anhaltender Applaus und Bravi für alle Beteiligten." 21.04.09 Kölnische RundschauSpieldauer 1 Std. und 20 min - keine Pause

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