Gefährliche Liebschaften, Köln

Wann:

Sa. | 19. Dez. 2009 | 20:30h

Wo:

Theater am Sachsenring, Köln | in Karte anzeigen

Wieviel: 16 Euro, ermäßigt 12 Euro
Unser Team meint

Mit der Uraufführung von "Gefährliche Liebschaften" ist im Oktober offiziell die letzte Premiere im Theater am Sachsenring über die Bühne gegangen. Das Privattheater wurde 2005 von jeglicher Basisförderung der Stadt Köln gekappt und muss sich im Überlebenskampf nach vier Jahren nun geschlagen geben. Etatkürzungen im Kulturbereich lassen auch die Pläne für ein Weiterbestehen der Schaubühne Köln als freie Gruppe wackeln. Schuld ist - natürlich - die liebe Wirtschaftskrise! Außerdem muss man ja schließlich an die Zukunft denken: Vielleicht möchte die Messe nochmal umziehen oder die Stadt legt schon einmal einen Notgroschen für die Aufräumarbeiten nach dem nächsten KVB-Großprojekt zurück - man weiß es nicht so genau. Jedenfalls gibt es mit dem von Joe Knipp nach Choderlos de Laclos‘ Briefroman inszenierten "Gefährliche Liebschaften" einen temporeichen Abschied. Rollen- und Kostümwechsel der (nur) drei Schauspieler unterstützen da bloß die schnell-spitzen Dialoge, die hier im Zentrum dieses klassischen Intrigenspiels stehen. Damit konzentriert sich Knipp nach unzählbaren Inszenierung und Verfilmungen des Stoffs wieder stärker auf die ursprüngliche Form. Bis zum 19.12. kann man das Stück noch sehen und sich vom Theater am Sachsenring verabschieden.
geschrieben von: Birthe
Event Infos

Das großartige Liebes- und Intrigenspiel nach dem wichtigsten Briefroman des 18. Jahrhunderts, mehrmals verfilmt, jetzt in der Fassung des TAS:
Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont schließen - zum Amusement und als Rache - eine Wette ab: Wie schnell kann die 15jährige Cécile noch vor ihrer Verheiratung in eine kleine Lustmaschine verwandelt werden? Gelingt es zudem, die fromme Madame de Tourvel zu verführen? Die Intrigen sind fein geponnen. Ein Spiel um Liebe und Verrat beginnt, Macht und Verführung - Schein und Sein - Theater, Applaus!

"Die Liebe ist das herrschende Gesellschaftsspiel, unglaublich prickelnd, weil es immer im Begriff steht, ernst zu werden und den Kopf zu kosten."

Heinrich Mann, 1920

Verstellung und Rollenwechsel, ein Spiel im Ernst und ein Zirkus der Leidenschaften.

Mit Katja Gorst, Rebecca Madita Hundt, David N. Koch