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Unser Team meint
Seit August ist das Ende des Theaters am Sachsenring amtlich. Noch einmal hatte man im Vorfeld versucht, einen dringend benötigten Zuschuss von der Kulturverwaltung der Stadt Köln zu erhalten und - wurde abgewiesen. Vier Jahre überlebte das TAS unter der Leitung von Joe Knipp ohne jegliche Förderung. Ziemlich ergiebig sogar, so bestätigte das Haus mit den Erfolgen von "Lieblingsmenschen" 2008 oder "Kafkas Welten", das in diesem Jahr für den Kölner Theaterpreis nominiert wurde, sein über die Jahre konstant hohes, künstlerisches Niveau. Außerdem entstand eine Werkstatt für neue Stücke und junges Theater. Trotzdem fällt im Dezember nach 22 Jahren der letzte Vorhang im Theater am Sachsenring. Ein schlechtes Vorzeichen für die Bühnen in Köln, denn insgesamt sollen 22 Prozent des Kulturbudgets, das hauptsächlich von der Stadt getragen wird, eingespart werden. Eine merkwürdige Relation zum Versprechen der Landesregierung, den Kulturetat ihrerseits bis 2010 verdoppelt zu haben. Aber die "freiwilligen Ausgaben" der Kommune sind in "Krisenzeiten" eben ziemlich angreifbar. Und was die Wahlversprechen der neuen Koalitionspartner angeht, Kultur als Staatsziel in der Agenda des Bundes festzusetzen, steht noch in den Sternen. Vielleicht findet das Ensemble des TAS - die Schaubühne Köln - ein neues Domizil im Theater der Keller. Die Verhandlungen laufen. In jedem Fall will aber die Schaubühne nach der Schließung als freie Gruppe weitermachen, stößt allerdings auch mit ihren Unterstützungsbitten hierfür auf (offiziell) taube Ohren.
geschrieben von:
Birthe
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