Noch bevor
Ebony Bones ein einziges Album veröffentlicht hatte, war sie von der TAZ über den Spiegel bis hin zum Guardian bereits in allen wichtigen Zeitungen Thema Nr. 1 in der Sparte Newcomer. Die eine Zeitung attestiert ihr ADHS, eine andere vergöttert sie als Gesamtkunstwerk und Mahnmal für die künstlerische Freiheit, die nächste fasst sich kurz und urteilt: „bloody brilliant“. Mit-Auslöser des Medienrummels ist natürlich der Look der Londonerin, die sich mit blondgefärbtem Riesenafro und verkleidet wie eine Konfettikugel in knallbuntem Bonbonpapier perfekt für jede Titelseite eignet. Doch der Hype von der Insel ist dieses Mal auch musikalisch begründet, denn
Ebony Bones, eigentlich
Ebony Thomas, hat mit „Bone Of My Bones“ in diesem Jahr ein vielfältiges und bewundernswert autonomes Album als Erstling vorgelegt. Viel Funk gemischt mit Electro, Disco, Samba-Rhythmen, Postpunk-Anklängen und einer Stimme, die „Soul“ schreit. Natürlich ist dieser Mix, dazu noch die wilden Bläser- und Kuhglockeneinlagen, für den ein oder anderen etwas zu viel Aufregung, doch alles andere würde nicht zu diesem wilden Farbtupfer passen. Dementsprechend sehen auch die Live Shows aus, Hasenkostüme und Maskenball inklusive findet auf der Bühne einfach eine Party statt, deren Zentrum und Ausgangspunkt
Ebony Bones ist. Mit der Power eines Duracell-Häschens tanzte sie sich schon durch ausverkaufte US- und Asientouren, am 15.12. ist sie endlich auch im
Kölner Stadtgarten zu bewundern.