Andere müssen sich in der Kunstwelt einen Namen machen,
Boris Becker musste seinen erst einmal vernichten. Und der Kölner Fotograf war damit recht erfolgreich. Er gehört zu der "zweiten Generation" bekannter
Becher-Schüler und stand in seinen ersten Arbeiten - rund 700 Hochbunker in Serie - nicht nur in handwerklicher Tradition der berühmten Architekturfotografen aus Düsseldorf. Doch kreierte er bereits damit seine eigene, typische Handschrift.
Boris Beckers "Hyperrealismus", die stark abstrahierte Bildsprache, kommt aber vor allem in seinen neueren Werken zur Geltung: Bauten - Wohnhäuser, Brücken, Gerüste, Achterbahnen - die, großformatig in Szene gesetzt, fast skulpturartige Züge annehmen. Bis hin zu eher intuitiven Fotografien menschenleerer Natur, in der höchstens noch Spuren von Kultivierung zu entdecken sind. Die Ausstellung in der
Fotografischen Sammlung der
SK-Stiftung Kultur gibt als Werkschau einen umfangreichen Überblick über 25 Jahre Arbeit
Boris Beckers.