Was als Hirngespinst und Soloprojekt anfing, entwickelte sich in kürzester Zeit zu einer der besten und abwechslungsreichsten Bands in der Geschichte des Progrock: In diesem Jahr veröffentlichen
Porcupine Tree nun ihr dreizehntes Album und liefern trotz der hohen Anzahl ihrer Veröffentlichungen Qualität ab, für die die meisten Songwriter töten würden. Dabei war
Porcupine Tree gar nicht als Band gedacht, sondern nur eine verrückte Spielerei von Mastermind und Sänger
Steven Wilson, der sich in einer Musestunde sowohl eine gefakte Biografie als auch eine falsche Diskografie für eine nicht existente Band ausdachte. Der Name der Kopfgeburt sollte eben
„Porcupine Tree“ lauten, übersetzt „Stachelschweinbaum“, und um den Witz wirklich überzeugend zu machen, nahm Wilson sogar Tapes für die angeblichen Legenden auf. Diese kamen aber, im Freundeskreis und auf Konzerten verteilt, überraschend gut bei den Hörern an, so dass Wilson schnell in Zugzwang geriet: Nach wenigen, im Kleinen produzierten Alben stieg die Nachfrage nach
Porcupine Tree so sehr, dass Live-Auftritte und damit auch endlich eine Band um Steven Wilson her musste.
Seitdem veröffentlichen sie im Abstand von einem Jahr neue Alben und nicht zuletzt der scheinbar unerschöpflichen Kreativität ihres Frontmannes ist es zu verdanken, dass sich darunter Meisterwerke finden lassen wie bei kaum einer anderen Band: Ums kurz zu fassen seien hier als Highlights der
Porcupine Tree-Veröffentlichungen unter den Alben zum Beispiel „Signify“, „Deadwing“ oder das brillante „In Absentia“ genannt, während auf Seiten der Songs eine endlose Best of-Liste wartet, angeführt von „Shallow“, „She’s moved on“ und vor allem „Trains“. Dabei variiert nicht nur die Länge der Songs von 2 bis hin zu 17 Minuten, auch deren Stil reicht von elektronisch verspielt über metallisch hart bis hin zu rockend progressiv. Die Chance, diese Vielfalt und musikalische Brillanz live zu erleben, sollten alle Fans beim Schopfe packen und sich schnellstens Plätze im
Palladium sichern, denn wenn die Stachelschweine nach Deutschland kommen, setzt in unseren Nachbarländern eine wahre Völkerwanderung ein.
Einen Konzertbericht zum Auftritt von Porcupine Tree im Palladium (2.12.09) findest Du hier !