„We are Motörhead. And we play fucking Rock’n’Roll.” Diese selbstgewählte und vor jedem Konzert dröhnend verkündete Einleitung ist zugleich die passendste Beschreibung für die Band
Motörhead. Immer noch frönen
die Fossilien des Rocks ausgiebig Alkohol- und Drogenexzessen, bringen ganze Hallen zum Moshen, Pogen und Strippen und tun vor allem eins: den Rock’n’Roll leben wie keine andere Band. Und das, obwohl es
Motörhead schon seit über 34 (!) Jahren gibt, ein beinahe unmögliches Wunder in Zeiten des musikalischen Hypes und der Single-Eintagsfliegen. Dabei wird der offiziell hässlichsten Band der Welt gerne unterstellt, technisch noch nicht einmal nahe an das Optimum heranzureichen. Allerdings werden alle Zweifel von den Live-Shows mit der Wucht eines Hurricanes davon geblasen, denn Sänger Lemmy und Konsorten entfachen mit ihren immer ähnlichen Songs eine biertrunkene, kaum steigerbare Euphorie im Publikum. Bei
Motörhead geht es nun Mal nicht erstrangig um die Musik, sondern um das, was sie sind: Pöbelnde Rocker mit weit erhobenem Zeigefinger. Oder: Eine Legende.