Videoinstallationen zu gesellschaftspolitischen Themen sind
Harun Farockis Gebiet. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf eine Sichtweise, sondern versucht durch Mehrfachprojektionen, verschiedene Blickwinkel zu beleuchten. Das Museum Ludwig zeigt aktuell einen Überblick seiner verschiedenen Projekte. Die für die documenta XII entwickelte Arbeit
deep play ist genauso Bestandteil der Ausstellung wie seine Installationen zur
Immersion.
Deep play seziert das Endspiel der WM 2006, einzelne Spielzüge, computergenerierte Strategien und spontane Entscheidungen, und kommt zum Schluss: Intelligenter als ein durchnittlicher Schwarm Fische verhalten sich Spieler auf einem Spielfeld auch nicht.
Bei seinen Installationen zum Thema
Immersion beschäftigt sich
Harun Farocki mit dem aktuellen Thema „Virtual Iraq“, einem Computer-Animations-Programm, welches zur Therapie von traumatisierten Soldaten verwendet wird. Durch den Einsatz einer Datenbrille wird der Soldat in den Irak zurückversetzt, er erlebt Angriffe, Attentate und Explosionen noch einmal und soll sich so seinen Ängsten stellen und sie verarbeiten.