Die umstrittenste Ausstellung der Welt zieht für vier Monate wieder nach Köln. Nachdem
Gunther von Hagens letzte Präsentation seiner plastinierten Körper über eine Million Zuschauer zum Heumarkt lockte, wird jetzt eigens ein temporäres Museum für die heftig diskutierten Exponate errichtet. Im Zentrum der
Körperwelten steht in diesem Jahr, neben der detaillierten Darstellung des menschlichen Innenlebens mit seinen Funktionen und Erkrankungen, das Herz. Wichtigstes Ziel der Kuratorin und auch
Gunther von Hagens ist dabei, den Menschen ihren Körper bewusster zu machen und sie zu einer gesünderen Lebensweise zu führen. Gegner der
Körperwelten führen allerdings an, dass die Präparierung und Ausstellung menschlicher Leichen nicht nur voyeuristisch, sondern auch ethisch nicht vertretbar sei. Unterstützt werden diese Kritiker immer wieder durch die Gerüchte, dass die von Gunther von Hagens präparierten Körper aus China stammen und keines natürlichen Todes gestorben seien. Medizinische Gutachten beweisen aber, dass diese Vorwürfe bloße Gerüchte sind und von Hagens erwirkte daraufhin bei einigen Zeitungen Unterlassungserklärungen, nicht zuletzt beim Spiegel. Obwohl von Hagens eigentlich erklärt hat, nicht mehr in Deutschland ausstellen zu wollen, sind seine Plastinate vom 19.09. bis zum 31.10. täglich im
Körperwelten-Dom gegenüber des Odysseums zu sehen.