Die erste Heimstatt des Kölner Wohnzimmertheaters war tatsächlich das Wohnzimmer einer WG am Hansaring. Doch nach nur einem Jahr war das neue Konzept schon so populär und erfolgreich geworden, dass die WG-Besitzer größere Räume zur vollen Publikumsbefriedigung benötigten und in den früheren Sälen einer Tanzschule fündig wurden. Vor allem Comedy-Auftritte sind ein fester Bestandteil des Kölner Wohnzimmertheaters: Mit der Offenen Bühnenshow haben gestandene Komiker und blutige Bühnenanfänger gleichermaßen die Chance ihr Bestes vor einem wohlgesinnten Publikum zu geben. Immer wieder kehren Stars wie Johann König oder Ausbilder Schmidt, die ihre ersten Erfahrungen auf der Wohnzimmer-Bühne sammelten, mit den neuesten Shows zu ihren Wurzeln zurück. Die Leseshow fett&kursiv bittet außerdem einmal im Monat sechs feste Autoren und einen Gast auf die Bühne, die mal spannende, mal humorvolle Kurzgeschichten und Wortkreationen vortragen. (geschrieben von: Annika)
Alte Zeiten 1995 enstand das Erste Kölner Wohnzimmertheater durch das Verrücken eines Schrankes!!!Tatort war eine 260 qm große Altbauwohnung an der Ecke Bremer Straße und Maybachstraße.Ein Art Decot Buffet trennte den offenen Flur vom gemeinsamen Wohnzimmer einer fünf-köpfigen WG.Die fünf waren Fabian von Massenbach, Marco Weber, Thomas Hock, Marek Pawleta und Georg Schnitzler.
Nachdem aus welchen Gründen auch immer, man weiß es heute nicht mehr so genau, der Schrank als Raumteiler verschwand und einen neuen Stammplatz erhielt, stellten die beiden Schauspiel - erfahrenen Bewohner Thomas und Georg fest, daß sich das neu ergebende Bild von Flur und Wohnzimmer, einem Verhälnis von Bühne und Zuschauerraum entsprach. Eigentlich hatte man ein Theater zu Hause!
Gedacht - gesagt und zwei Monate später umgesetzt!!! Zu den Vorstellungen, die ab sofort alle 14 Tage Freitags und Samstags stattfanden, wurde das Wohnzimmer und das daneben liegende Zimmer von Georg geräumt. Aus dem Wohnzimmer wurde mit Hilfe von Sitzstühlchen aus einer Grundschule für die beiden ersten Reihen und mit Brauerreibänken fürs 2.Parkett ein Zuschauerraum. Georgs Zimmer wurde zu einem kleinen Salon mit Bar- und Clubsesselatmosphäre.
Die weißen Flurwände wurden mit schwarzem Molton verhangen und die WG Küche wurde zur Garderobe umfunktioniert. Auf dem Herd stand, Dank Thomas, übrigens immer ein riesiger Topf mit lecker Süppchen.
Natürlich mußten die Zuschauer das Theater über die Bühne betreten, denn schließlich handelte es sich immer noch um den Flur und wer während der Vorstellung mal das Stille-Örtchen aufsuchen wollte, mußte sich, übrigens sehr zur Erheiterung der anderen Gäste, ebenfalls seinen Weg über die Bühne bahnen. Auch die technische Ausstattung war überwältigend. Es gab einen einzigen Tausend Watt Scheinwerfer vor dem während der Vorstellung Marek Position bezog und je nach Bedarf, um Stimmung zu erzeugen, mit der Hand einen Farbfilter vorhielt.
Nach den Vorstellungen fanden legendäre Parties statt, schließlich standen den Gästen 260 qm zur freien Entfaltung zur Verfügung und nicht selten traf man noch zwei Tage nach einer Vorstellung Besucher in der Wohnung an.
Die Künstler der ersten Stunde waren, WG - Mitglieder ausgenommen, unter anderen: Gregor Mönter, Susanne Pätzold und Fransico Rodriques. Weitere heute bekannte Namen kamen schnell hinzu, die unvergleichliche Tina Teubner, Markus Maria Profitlich, Mayo Velvo und viele viele andere....
Von dem der Wohnung gegenüberliegenden Bauzaun des Media Parkes aus konnte man auch auf der Straße das Geschehen auf der kleinen Bühne bestaunen und jedesmal stand dort ein Pulk von Menschen und wunderte sich was dort oben, im ersten Stockwerk geschah.
Es war eine schöne Zeit, aber die Zeiten ändern sich. Im ersten Jahr ist das Wohnzimmertheater so populär geworden, daß auch die damals vorhandenen 70 Plätze meist ausverkauft waren. Im ersten Jahr stürzten sich die Medien auf dieses kuriose Novum. In zahllosen Presseartikeln und insgesamt 5 Fernsehreportagen wurde publik was sich in diesem Wohnzimmer abspielte und die örtlichen Begebenheiten stießen an ihre Grenzen.
Eine Entscheidung mußte her. Entweder richtig oder gar nicht, denn wie es wohl immer in WG's der Fall ist, gab es auch hier Querelen und Auseinandersetzungen. Der Hauptmieter der Wohnung wollte das inzwischen eh viel zu klein gewordene Theater nicht mehr in der Wohnung haben und alles in allem drohte sich diese nette Initiative aufzulösen.
Neue Zeiten Georg und Marek nahmen die Sache in die Hand. Sie fanden rasch einen geeigneten Raum, ganz in der Nähe des ursprünglichen Wohnzimmers, die ehemalige Tanzschule Scheins in der Probsteigasse.
Genau ein Jahr nach der Gründung wurden die Räume von den beiden angemietet und zwei Monate später, zu Silvester im Jahr 1996 auf '97 fand die Eröffnungs-Gala des neuen Wohnzimmertheaters statt. Es war eine hektische Zeit, denn die beiden verfügten über keinerlei finanzielle Mittel und innerhalb von nur zwei Monaten sollte ein neues Theater ausgestattet werden. So organisierte man sich zusammen, was man finden konnte. Der erste Satz Sessel, damals noch original 50er Jahre Cocktailsessel stammte neben diversen anderer wohnzimmerlichen Spielereien aus dem Kloster Steinfeld, das heute noch tatkräftigt das Theater unterstützt. (Schließlich hat Marek mal Theologie studiert)! Den ersten Satz Stühle verdankte das Haus einem sehr treuen Stammgast und dem Lehrerzimmer der Grundschule Dormagen. Die Scheinwerfer stammten aus einem Pleite gegangenen Theater aus Düsseldorf, die passende Lichttechnik dazu sponserte die Firma M-Tec (Gregor Mönters Bruder) und die komplette Tontechnik wurde von Peter, ein Freund aus Basel, zur Verfügung gestellt. Ach ja und das wichtigste natürlich, die Bretter, die die Welt bedeuten: massives Abfallholz, das in Form von riesigen Platten, die von einer Seite mit Linoleumboden beschichtet waren, auf dem Hof der Firma Saturn auf ihre neue Aufgabe warteten. Der Schauspieler Michael Gabel, damals ohne Engagement, heute an den Schauspielhäusern der Republik unterwegs, lud sie nach und nach auf einen Bollerwagen und transportierte sie auf die Baustelle "Wohnzimmertheater", auf der er in zweimonatiger, unermüdlicher Arbeit eigenhändig und alleine die Bühne zimmerte.
Es konnte losgehen. Und es ging los!Das neue Wohnzimmertheater wurde geboren und bestand seine Feuertaufe. Von nun an fanden regelmäßig und wöchentlich Veranstaltungen statt. Innerhalb der nächsten Jahre unterstützte das Wohnzimmertheater durch seine Existenz den Kölner Comedy-Nachwuchs, bot ihm Auftrittsmöglichkeiten und wurde den Künstlern ein Zuhause! Die Künstler bildeten und bilden noch heute eine Community, die sich gegenseitig fördert und unterstützt. Darüberhinaus machte sich das Wohnzimmertheater, das heute in Deutschland einen beachtlichen Ruf genießt, selbst einen Namen. Aus den Reihen der Hauskünstler sind mittlerweile, fünf Gewinner des Köln-Comedy-Cups, drei Gewinner des Prix-Pantheon und ein Gewinner des Deutschen Kleinkunst Preises hervorgegangen.
Seit 1997 hat hier die Offene Bühen Köln, mit der das Wohnzimmertheater heute in einer geradezu symbiotischen Beziehung lebt, eine neue Heimat gefunden.
Auch die Köln Comedy Schule fand die letzten Jahre ihres Bestehens hier ihr Zuhause und das Programm des Wohnzimmertheaters ist seit 8 Jahren fester Bestandteil des internationalen Köln Comedy Festivals.
Hier alle Punkte des Werdegangs aufzuführen würde jeden Rahmen sprengen, aber eines sei noch erwähnt:den "verrückten Schrank" können Sie heute noch im Foyer des Wohnzimmertheaters bewundern!!! nur zwei Monaten sollte ein neues Theater ausgestattet werden. So organisierte man sich zusammen, was man finden konnte. Der erste Satz Sessel, damals noch original 50er Jahre Cocktailsessel stammte neben diversen anderer wohnzimmerlichen Spielereien aus dem Kloster Steinfeld, das heute noch tatkräftigt das Theater unterstützt. (Schließlich hat Marek mal Theologie studiert)! Den ersten Satz Stühle verdankte das Haus einem sehr treuen Stammgast und dem Lehrerzimmer der Grundschule Dormagen. Die Scheinwerfer stammten aus einem Pleite gegangenen Theater aus Düsseldorf, die passende Lichttechnik dazu sponserte die Firma M-Tec (Gregor Mönters Bruder) und die komplette Tontechnik wurde von Peter, ein Freund aus Basel, zur Verfügung gestellt. Ach ja und das wichtigste natürlich, die Bretter, die die Welt bedeuten: massives Abfallholz, das in Form von riesigen Platten, die von einer Seite mit Linoleumboden beschichtet waren, auf dem Hof der Firma Saturn auf ihre neue Aufgabe warteten. Der Schauspieler Michael Gabel, damals ohne Engagement, heute an den Schauspielhäusern der Republik unterwegs, lud sie nach und nach auf einen Bollerwagen und transportierte sie auf die Baustelle "Wohnzimmertheater", auf der er in zweimonatiger, unermüdlicher Arbeit eigenhändig und alleine die Bühne zimmerte.
Es konnte losgehen. Und es ging los!Das neue Wohnzimmertheater wurde geboren und bestand seine Feuertaufe. Von nun an fanden regelmäßig und wöchentlich Veranstaltungen statt. Innerhalb der nächsten Jahre unterstützte das Wohnzimmertheater durch seine Existenz den Kölner Comedy-Nachwuchs, bot ihm Auftrittsmöglichkeiten und wurde den Künstlern ein Zuhause! Die Künstler bildeten und bilden noch heute eine Community, die sich gegenseitig fördert und unterstützt. Darüberhinaus machte sich das Wohnzimmertheater, das heute in Deutschland einen beachtlichen Ruf genießt, selbst einen Namen. Aus den Reihen der Hauskünstler sind mittlerweile, fünf Gewinner des Köln-Comedy-Cups, drei Gewinner des Prix-Pantheon und ein Gewinner des Deutschen Kleinkunst Preises hervorgegangen.
Seit 1997 hat hier die Offene Bühen Köln, mit der das Wohnzimmertheater heute in einer geradezu symbiotischen Beziehung lebt, eine neue Heimat gefunden.
Auch die Köln Comedy Schule fand die letzten Jahre ihres Bestehens hier ihr Zuhause und das Programm des Wohnzimmertheaters ist seit 8 Jahren fester Bestandteil des internationalen Köln Comedy Festivals.
Hier alle Punkte des Werdegangs aufzuführen würde jeden Rahmen sprengen, aber eines sei noch erwähnt:den "verrückten Schrank" können Sie heute noch im Foyer des Wohnzimmertheaters bewundern!!!