Ja, Panik | 1000 Robota (c/o pop 2010), Köln

Wann:

Fr. | 25. Jun. | 21:30h

Wo:

Bogen 2, Köln | in Karte anzeigen

Wieviel: VVK 12 €, AK 15 €
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Unser Team meint

Im Cover ihres ersten, selbstbenannten Albums prangte ein Spritzbesteck, ohne Scheu benutzen sie Worte wie “Penner” und “Nutte” und ihre Texte handeln meist von Party, Exzessen und den darauffolgenden Abstürzen. Ja, Panik haben sich gerade wegen der Verwendung der deutschen Sprache in unverblümter Art und Weise zum Tanzflächenknüller der letzten Jahre entwickelt. Dabei sind sie aber nicht nur auf Effekthascherei aus und bleiben durchaus literarisch anspruchsvoll: Zitate von Bob Dylan oder Falco werden mit englischen Einwürfen oder Sprüchen aus Kinohits gemischt.  Klar, dem ein oder anderen mag der Stil des Sängers und kreativen Kopfs Andreas Spechtl auf die Nerven fallen, doch man muss eingestehen, dass diese Jungs nicht nur rotzigen Pop-Rock auf die Bühne bringen. Im Gegensatz zu so vielen anderen deutschsprachigen Bands, deren Hits es bis ins Radio schaffen, halten Ja, Panik mehr bereit als die typischen, ausgelutschten Metaphern über die Liebe.
geschrieben von: Annika
Event Infos

Der Bogen 2 steht am Freitag ganz im Zeichen sprachgewandter deutschsprachiger Künstler.
Der Berliner Hans Unstern macht den Auftakt, gerade erst von Spex auf drei Seiten hochgelobt und kurze Zeit später schon bei c/o pop! Der »dionysische Sprachmagier« (Spex) mit dem irren Vollbart steht dabei in der Tradition amerikanischer Pop-Helden wie Devandra Banhart oder auch deutscher Songwriter der 70er Jahre. Unstern hat eine Stimme, der man den Schmerz abnimmt und seine Songs beeindrucken mit so noch nicht gehören Texten.
1000 Robota aus Hamburg waren vor zwei Jahren bei c/o pop noch ein Geheimtipp, mit ihren selbstbewussten Auftritten und einem hochgelobten ersten Album im Rücken sorgten die damals 18-Jährigen auch in England für Schlagzeilen. Mit neuem Album im Gepäck macht man nun wieder Halt in Köln und man darf gespannt sein, welchen Einfluss die letzten zwei Jahre Rockstarleben auf die Band gehabt haben.
Ja, Panik aus Wien haben letztes Jahr laut vielen Kritikern mit »The Angst And The Money« eines der besten deutschsprachigen Alben des vergangenen Jahres veröffentlicht. Das klang poppig, revolutionär und erwachsen zugleich. Auf eine solche Band hat man seit Tocotronic verzweifelt gewartet. »Alle hin, hin hin.«

Homepage: http://www.myspace.com/japanik