Archäologische Zone, Köln
Unser Team meint
Lange wurde die Geschichte der Kölner Archäologie ignoriert und nicht gefördert, der Bau eines Museums als Schutzmantel um die Archäologische Zone auf dem Rathausplatz sollte das endlich ändern. Obwohl die Geldgeber absprangen und die Pläne zur Zeit auf Eis liegen, kann man Teile der Archäologischen Zone bereits besichtigen. Wie das Praetorium zum Beispiel, das vom 1.-4. Jahrhundert als Palast des römischen Statthalters in Köln diente. Ein Erdbeben im 8. Jahrhundert zerstörte und verschüttete den imposanten Bau zwar, doch das Fundament ist noch erhalten und begehbar. Ebenso kann man auf Anfrage die Mikwe besichtigen, ein jüdisches Ritualbad, dessen erste Bauphasen auf vor 800 zurückgehen. Eine der faszinierendsten Bauten ist aber mit Sicherheit ein römischer Abwasserkanal, der 150 Meter weit in 10 Metern Tiefe begehbar ist. Eine Fortsetzung des Tunnels wurde gerade erst bei KVB-Grabungen entdeckt und wird voraussichtlich 2010 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Man kann nur hoffen, dass die Kölner Politiker den Mehrwert dieser einzigartigen Ausgrabungsstelle erkennen, die sogar dem Dom in Sachen Touristenattraktion den Rang ablaufen könnte.
Spot Infos
Die archäologische Zone ist ein Glanzpunkt in der Kölner Museumslandschaft und wird derzeit immer weiter ausgebaut bevor sie offiziell eröffnet wird. Bestaunen können Besucher aber schon das Praetorium, die Reste des römischen Statthalterpalastes unter dem Rathaus, den römischen Abwasserkanal unter der Großen Budengasse, das jüdische Kultbad Mikwe und die Reste des jüdischen Viertels auf dem Rathausplatz.
Öffnungszeiten
Praetorium und römischer Abwasserkanal Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Die Mikwe ist für Einzelbesucher und Gruppen während der Öffnungszeiten des Praetoriums zugänglich. Gegen Hinterlegung des Personalausweises erhält man den Schlüssel an der Kasse des Praetoriums.
Das Ubiermonument ist z. Z. während der öffentlichen Führungen und für angemeldete Gruppen zugänglich. Schlüssel an der Kasse des Praetoriums.
Da alle Denkmäler nur eine begrenzte Personenzahl aufnehmen können, werden Gruppen gebeten, sich unter 0221- 221 22394 im Praetorium anzumelden.
Kostenlose Führungen auf der Ausgrabung werden jeden Freitag um 14 Uhr angeboten. Treffpunkt am Grabungszelt Nordseite, gegenüber vom Spanischen Bau des Rathauses. Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 25 Personen begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 0221/221-33422 (Büro der Archäologischen Zone) in der Zeit von Montag bis Freitag 10-12 Uhr.
Fotos oder Videoaufnahmen sind ausschließlich für private Zwecke erlaubt. Eine Veröffentlichung in elektronischen oder Printmedien bedarf einer Genehmigung durch die Leitung der Archäologischen Zone.
Eintrittspreise Praetorium
Erwachsene € 2,50
ermäßigt (Auszubildende, Schüler und Studenten über 18) € 1,50
Freier Eintritt für Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (incl. 2 Begleitpersonen je Schulklasse), KölnPass-Inhaber und -Inhaberinnen, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages.
1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner
Verkehrsanbindung
Station Hauptbahnhof für DB und Flughafen-Zubringerbus Für Praetorium und Mikwe U-Bahn Station Hauptbahnhof Für Verwaltung und Ubiermonument U-Bahn Station Heumarkt Buslinien
Parkmöglichkeiten
Parkhaus am Dom Tiefgarage Heumarkt Barrierrefreiheit
Das Praetorium ist für Personen mit körperlichen Behinderungen und Rollstuhlfahrer zugänglich Der römische Abwasserkanal, die Mikwe und das Ubiermonument sind für Rollstuhlfahrer nicht und für gehbehinderte Menschen nur mit Einschränkungen zugänglich. Die Archäologische Zone wird fast ausnahmslos barrierefrei ausgebaut werden.
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