David Lynch - "Dark Splendor", Brühl

Verlängert bis 18.04.
Wann:

Heute! | 11h

 (wann noch?)
Wo:

Max Ernst Museum, Brühl | in Karte anzeigen

Wieviel: 5/3 €
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Unser Team meint

Er gilt als der Meister der verstörend-bizarren Filmkunst schlechthin, jetzt stellt das Max-Ernst-Museum in Brühl Bildende Kunst und Fotografien von David Lynch aus. Seine Kurzfilme werden dabei in einen Nachbarraum verlegt und sind nicht direkter Bestandteil der Ausstellung, so dass sich die Besucher zunächst vollkommen auf eine andere Seite des Künstlers David Lynchs konzentrieren müssen. Dabei weisen seine fotografischen Werke oft dieselben phantastischen und erschreckenden Themen auf, die sich auch in seinen preisgekrönten Filmen wie „Der Elefantenmensch“, „Wild At Heart“ oder „Blue Velvet“ wiederholen: Missbrauch, Vergewaltigung, Tod, Selbstmord. Nackte Körper wurden am Computer verschoben und entstellt, verzerrte Gesichter lassen ein schreckliches Grauen undeutlich erahnen, in den Zeichnungen fehlen den Personen Gesichtspartien und Gliedmaße. An manchen Stellen der Ausstellung kann man nachvollziehen, warum Kinder unter 18 Jahren nur in Begleitung Erwachsener eingelassen werden. Große Teile der Ausstellung aber sind keineswegs wegen ihrer nur halb verschleierten Brutalität verstörend, sondern weil David Lynch auch in der Bildenden Kunst mit Gegenständen und Räumen spielt, als würden die Gesetze der Physik nicht für ihn gelten: Er kombiniert Gegenstände, zwischen denen kein Zusammenhang besteht und kreiert damit eine neue Verbindung; er schiebt Räume ineinander und reißt sie nur ein Bild darauf wieder auseinander. Für eingefleischte Fans von Lynchs Filmen könnte die Ausstellung noch nicht eindrücklich und bizarr genug sein, ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall – Vor allem da im Nebenraum an vielen Tagen vier verschiedene Kurzfilme und Lynchs erstes filmisches Meisterwerk „Eraserhead“ gezeigt werden.
geschrieben von: Annika
Event Infos

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt erstmals in einem deutschen Museum Kunstwerke des amerikanischen Kultregisseurs David Lynch, der für seine bildmächtigen Filme, wie "Der Elefantenmensch", "Blue Velvet", "Wild at heart", "Lost Highway" oder die Fernsehserie "Das Geheimnis von Twin Peaks" bedeutende Auszeichnungen erhielt. Themen, Motive und Formenrepertoire seiner bildkünstlerischen Arbeiten und seiner Filme durchdringen sich wechselseitig. In der Ausstellung werden Gemälde, Aquarelle, Lithographien, Zeichnungen, Fotografien sowie eine Rauminstallation zu sehen sein. Parallel dazu präsentiert das Max Ernst Museum Brühl des LVR eine Reihe kaum bekannter Kurzfilme aus der Akademiezeit des Regisseurs.  

In seinen verstörenden Bildern führt er den Betrachter in eine Welt, in der das Abgründige und Unerklärliche regiert. Dunkle, gedeckte Farben, Perspektiv- und Proportionsverschiebungen und die Kombination von Gegenständen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, zusammen im Bild jedoch eine neue Aussage ergeben, sind charakteristisch für das bildkünstlerische Werk von Lynch. Ständig wird die Seherwartung des Betrachters unterlaufen. In Fotografien stillgelegter, von Rost zerfressener Industrieanlagen beschäftigt sich Lynch mit Zeit und Vergänglichkeit, aber auch Aktfotografien und irritierende Fotomontagen von dunkler, befremdender Erotik bereichern die Fülle seiner künstlerischen Visionen.  

Die vom Max Ernst Museum Brühl des LVR in Zusammenarbeit mit dem Künstler sowie der Fondation Cartier pour l'art contemporain, Paris, realisierte Ausstellung gibt einen breit gefächerten Einblick in das spannungsreiche Werk des weltbekannten Regisseurs.  

Hinweis und Empfehlung:
Bitte beachten Sie, dass einige der in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke Ihre Wert- oder Moralvorstellungen verletzen können.  Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die deshalb nur in Begleitung Erwachsener auf deren Verantwortung die Ausstellung besichtigen sollten.

Homepage: http://www.maxernstmuseum.de/fachthema/deutsch/Ausstellungen/